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Die Cura Placida – Children's Cancer Research Foundation stellt sich vor:

Unsere Ziele:
Das Hauptziel der Stiftung ist die Förderung der Entwicklung und Anwendung gezielter individualisierten Heilverfahren (Curative Targeted Therapies) bei blut- und krebskranken Kindern, insbesondere im Hinblick auf schonende Behandlungsverfahren und die Vermeidung von unerwünschten Langzeitwirkungen der Behandlung.  Im Speziellen sollen Vorhaben gefördert werden, die der medizinischen Forschung und in Zusammenhang damit der Verbesserung der Behandlung dienen.
Langfristige Ziele sind zudem die Entwicklung von kostengünstigen Behandlungsmethoden in diesem Bereich, damit diese Therapien auch in Ländern mit einer weniger gut entwickelten medizinischen Infrastruktur durchgeführt werden können.  Darüber hinaus soll die allgemeine Lebens situation von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen verbessert werden.

Hintergrund:
Während heute in Deutschland ungefähr drei von vier krebskranken Kindern geheilt werden können, sind die Heilungsraten bei bestimmten Untergruppen von Krebserkrankungen und bei fortgeschrittenen Krankheitsstadien niedriger. So werden zum Beispiel bei Knochen-Tumoren zwei von drei Patienten im frühen, aber lediglich nur 15% und weniger Patienten mit Knochenmetastasen (Tochtergeschwülsten) oder frühen Rezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung) geheilt.
Die drei „klassischen“ Therapieformen zur Heilung von Krebs sind Chemotherapie, Bestrahlung und Operation.  Bei der Chemotherapie und Bestrahlung macht man sich zu Nutze, dass bei vielen Krebsarten das Krebsgewebe durch seine relativ hohe Zellteilungsrate anfälliger für bestimmte Zellgifte und bestimmte hochenergetische Strahlen ist als gesundes Gewebe.  Bei der Operation wird das Krebsgewebe entfernt.  Damit sichergestellt ist, dass alle Krebszellen entnommen werden, wird mit einem Sicherheitsabstand gesundes Gewebe um den Tumor herum entfernt.  Aufgrund dieser Besonderheiten der „klassischen“ Krebstherapieformen leiden die Überlebenden häufig an Verstümmelung, Strahlenschäden und Langzeitfolgen der giftigen Medikamente.
Neben dem Einzelschicksal hat dies auch eine gesellschaftliche Bedeutung.  Da im Jahre 2010 einer von 250 Erwachsenen im Alter von 15 und 45 Jahren Überlebender einer Krebserkrankung im Kindesalter ist, können sich die unerwünschten Langzeitwirkungen der Therapien insbesondere in einer Altersgesellschaft zu einem erheblichen Problem für die ganze Gesellschaft entwickeln.

Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms ermöglichte besonders bei Kindern die Identifikation von tumorspezifischen molekularen Signaturen. Hochdurchsatz-Technologien machen heute die Identifikation selektiver therapeutischer Zielstrukturen auf der Ebene von DNA, RNA, Protein und zellulärer Funktion möglich.  Mit Hilfe der DNA-Mikroarraytechnologie konnten zum Beispiel eine Reihe tumorspezifischer Gene in Krebszellen von Kindern identifiziert werden. Auf Basis dieser Ergebnisse werden neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten entwickelt. Dabei werden verschiedene Strategien verfolgt, um die Funktion einzelner Gene zu blockieren, Immunantworten gegen Produkte dieser Gene zu erzeugen oder auch neue diagnostische Ansätze auf der Basis tumorspezifischer Marker abzuleiten.

Umsetzungsstrategie
Die Stiftung möchte Forschungsvorhaben fördern, die durch Nutzung der neuen Technologien gezielte individualisierte Heilverfahren (Curative Targeted Therapies) entwickeln und verbessern.  Da diese neuen Therapieformen die Krebszellen viel gezielter als bislang möglich bekämpfen können, verspricht dieser Ansatz deutlich geringere Nebenwirkungen und daher eine „sanftere Heilung“ als bislang möglich.

Die Stiftung und bisherigen Spender haben sich zur Erreichung des Stiftungsziels entschieden, aktuell Forschungsprojekte am Kinderklinik München Schwabing zu unterstützen, da dort bereits fundierte Vorarbeiten geleistet wurden, die Forscher (u.a. Prof. Dr. Burdach, Frau Prof. Dr. Behrends, und Drs. Nathrath, von Lüttichau und Richter) und die Klinik einen ausgezeichneten internationalen Ruf haben und durch enge internationale Kontakte sehr gute Voraussetzungen vorhanden sind, diese Kenntnisse ins Ausland zu transferieren, z.B. USA, GUS, China und Arabische Staaten.

Die bisherigen Spenden sind eine Anschubfinanzierung für die Forschungsprojekte, daher ist eine weitere finanzielle Unterstützung dringend notwendig.  Durch die exzellente Qualität der aktuell unterstützten Vorhaben ist eine sinnvolle Verwendung der Spenden garantiert.
 
Grundsätzlich ist auch eine Unterstützung von anderen Zentren/Forschungseinrichtungen im Rahmen der Stiftung möglich und wird angestrebt wenn die finanziellen Mittel dafür vorhanden sind und eine strenge Prüfung die Sinnhaftigkeit der Forschungsvorhaben positiv bewertet werden kann.  Neue Spender können in Absprache mit der Stiftung gezielt bestimmte andere Vorhaben unterstützen, wenn die Spendenhöhe dafür angemessen ist und das Vorhaben in Einklang mit den Zielen der Stiftung ist.

Förderrichtlinien


 
Wenn die dafür notwendigen Ressourcen vorhanden sind, möchte die Stiftung zudem den internationalen Wissenstransfer und die Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern über Ländergrenzen hinweg fördern.